Das Beförderungsrecht regelt die rechtlichen Beziehungen beim Gütertransport (Land-, See-, Bahn-, Luft- und kombinierte Beförderung), einschließlich Vertragsbedingungen, die Regeln für den Empfang und die Lieferung von Waren, Dokumentenumlauf, den Umfang der Haftung, die Grundlagen für Schadensersatz und Streitbeilegungsmechanismen. Diese Regelung ist besonders wichtig für den In- und Auslandstransport, da sowohl nationale Gesetze als auch internationale Übereinkommen-Regimes gelten, die die Rechte und Pflichten der Parteien beeinflussen.
Im Falle von Beschädigung, Verlust oder Verspätung der Ladung hängt die Haftung von der Art der Beförderung, den Rollen der Parteien (Frachtführer, Spediteur, Absender/Empfänger der Ladung) und den im Vertrag vorgesehenen Bedingungen sowie den geltenden internationalen Vorschriften ab (z. B. die CMR-Vereinbarung im internationalen Landverkehr). In der Praxis ist es entscheidend, festzustellen, wann und unter wessen Kontrolle sich die Ladung befand, wie der Empfang und die Lieferung geregelt sind, ob es Gründe für den Haftungsausschluss gibt (z. B. Eigentümlichkeit der Ladung, unsachgemäße Verpackung, höhere Gewalt) und in welchen Bedingungen/in welchem Format ein Anspruch geltend gemacht werden muss, da Verfahrensfehler häufig zu einer Ablehnung der Forderung führen.
CMR ist eine Konvention, die den internationalen Landgütertransport regelt und die Hauptregeln für die Haftung des Frachtführers, den Umfang des Schadensersatzes, die Bedingungen für die Einreichung von Ansprüchen und die Beweisstandards festlegt. Das CMR-Frachtbrief ist ein Dokument, das die Hauptbedingungen der Beförderung bestätigt und in der Praxis für die Identifizierung der Ladung, den Empfang und die Lieferung, die Aufzeichnung von Bemerkungen (Vorbehalten), die Verpackung und den Zustand verwendet wird; sein Inhalt ist wichtig bei der Lösung von Streitfällen.
Ein Konnossement (BL) ist ein Schlüsseldokument, das beim Seeverkehr verwendet wird und gleichzeitig ein Dokument sein kann, das den Empfang der Ladung bestätigt, einen Träger der Beförderungsbedingungen und ein bestimmtes Dokument des Titels oder Verfügungsrechts darstellt, weshalb die rechtliche Bedeutung besonders hoch ist. Die fehlerhafte Formulierung des Konnossements (z. B. unvollständige Beschreibung der Ladung, unangemessene Bemerkungen, risikobezogene Status, fehlerhafte Ausstellungsbedingungen/Übertragungsbedingungen) kann zu einer Erhöhung der Haftung, einer Verzögerung bei der Ausstellung der Ladung oder einer Verschärfung eines Streits im Zusammenhang mit Verlust oder Beschädigung führen, während die geltenden Regeln häufig im Zusammenhang mit den Hague-Visby-Grundsätzen bewertet werden.
Incoterms ist ein System internationaler Handelsbedingungen, das festlegt, wo und wann das Risiko im Zusammenhang mit der Ladung vom Verkäufer auf den Käufer übergeht, wer die Kosten für Transport, Versicherung, Laden und Entladen sowie Zollformalitäten trägt und welche Verpflichtungen auf jeder Seite im Export-Import-Prozess auferlegt werden. Incoterms ändert nicht automatisch die Eigentumsübertragungsregel, obwohl es in der Praxis einen wesentlichen Teil der Haftung bestimmt (z. B. FOB/CIF im Seeverkehr, FCA/EXW bei der Landlieferung, DAP bei der Lieferung), daher ist die korrekte Bestimmung des Begriffs wichtig.